Dr. Konrad Elsässer, Coach

 

Dr. Konrad Elsässer (*1948)

Coach

Wohn- und Arbeitsort: Frankfurt am Main

Im Ostend seit: unregelmäßig seit Mitte der siebziger Jahre

 

Welchen Grund gab es für Sie, ins Ostend zu gehen?

Die Lage, die Atmosphäre, die Geschichte.

 

Ihre Verbindung zum Ostend?

Die Großmarkthalle von Martin Elsaesser. Ich wohne selbst in einem Mehrgenerationenhaus und Passivhaus in der Hanauer Landstraße.

 

Ihr persönlicher Kommentar zum Ostend?

Für mich ist das Ostend ein Vielfalt-Stadtteil. Vielfältig in der kulturellen und ethnischen Mischung. Vielfältig in der Verbindung von Industrie, Wohnen und Leben.

Mein persönlicher Ausgangspunkt ist die Großmarkthalle. Ihr Architekt, Martin Elsaesser, war mein Großonkel. Die Art und Weise, wie er Räume entworfen und gestaltet hat, beeindruckt und beeinflusst mich. Ich selbst gestalte im Coaching Räume für Aufmerksamkeit und Identitätskonstruktionen. Martin Elsaesser hat in seiner Frankfurter Zeit von 1925-1932 die großen öffentlichen Bauten gestaltet und sich eingezeichnet in das große soziale Siedlungsprojekt des Neuen Frankfurt.

 

Mit der Frankfurter Martin-Elsaesser-Stiftung machen wir sein vielfältiges Erbe zugänglich. Im Ostend geht es darum, wie die Großmarkthalle das Viertel geprägt hat und welche Rolle sie auch künftig als offener, zugänglicher und demokratischer Marktplatz spielen kann. Denn in der Großmarkthalle wird fortan nicht mit Gemüse, sondern seitens der Europäischen Zentralbank mit Geld gehandelt.

 Generell ist für mich im Ostend wichtig, wie sich Arbeiten und Leben im 21. Jahrhundert bürgernah und ökologisch weiter entwickeln. Im Ostend kann das reiche Erbe dafür in besonderer Weise genutzt werden: die Entwicklung der Industrie im 19. und 20. Jahrhundert, die vielfältigen kulturellen Hintergründe der Wohnbevölkerung, die jüdische Geschichte des Ostends, die gegenwärtigen Umwälzungen im Kontext der informationstechnologischen und regionalen Veränderungen sowie das einfache vergnügliche Leben am Fluss.

In diese Neugestaltung des Quartiers will ich mich aktiv einbringen.