Kurt Heilbronn, Diplom Psychologe, Psychotherapeut

 

Kurt Heilbronn (*1951)

Diplom Psychologe, Psychotherapeut

Arbeitsort: Internationales Familienzentrum e. V., Ostendstr. 70

Im Ostend seit dem 16.08 1996

 

Welchen Grund gab es für Sie, ins Ostend zu gehen?

1996 ist es mir sehr schwer gefallen, von einem unserer Haupthäuser in der Falkstraße, in der wir die psychosoziale Versorgung für erwachsene MigrantInnen begannen, in die Ostendstraße umzuziehen.

Das Ostend empfand ich anfänglich als trist, ein Stadtteil in Wandlung vom Wohn- und Industriegebiet in ein Wohn-, Büro- und Bankenviertel. In unmittelbarer Nähe der Ostendstraße erwarteten uns mehrere soziale Brennpunkte. Vor allem war pure Multikultur angesagt, die sich mit unserer Arbeit bestens vereinbaren ließ. Die damalige Großmarkthalle in der Sonnemannstraße war für uns ein großer 

Anziehungspunkt, unsere Tagesstätte versorgte sich fast ausschließlich von dort. Schnell haben wir uns heimisch gefühlt, dies war eine gute Voraussetzung, unsere Angebote zu stabilisieren. Die Arbeit wurde nicht nur von Klienten angenommen, auch die Fachöffentlichkeit schätzt unser komplementäres Angebot, es ist ein fester Bestandteil der psychiatrischen Versorgung in Frankfurt geworden. Zurzeit gehören wir zu dem Verbund der fünf Pflichtversorger. Die gute Infrastruktur ermöglicht es den Klienten, uns mühelos zu erreichen. Neben unserer Stadtteil-Orientierung sind wir für 10% der Frankfurter Bevölkerung, in diesem Fall für Menschen mit Migrationhintergrund zuständig.

 

Ihre Verbindung zum Ostend?

Vom 16. August 1996 bis voraussichtlich zum Juni 2011 habe ich fast fünfzehn Jahre psychosoziale Arbeit im Ostend geleistet.

 

Ihr persönlicher Kommentar zum Ostend?

Ich habe das Ostend lieben und schätzen gelernt. Und ich hoffe, dass die EZB in diesem interkulturellen Bild ihren Platz finden wird und sich insgesamt eine neue heterogene Bürgerstruktur im Ostend entwickelt.