
Tim Plasse (*1973)
Gastronom, Betreiber des King Kamehameha Club
Arbeitsort: Hanauer Landstrasse Uniongelände
Im Ostend seit 1999
Welchen Grund gab es für Sie, ins Ostend zu gehen?
Als Ardi Goldman das Union-Gelände umgebaut hat, hat er uns – meinen vier Partnern und mir - das alte Brauhaus angeboten. Zur damaligen Zeit war das Ostend noch nicht in dem Maße erschlossen wie heute. Dort einen Club zu eröffnen, war ein großes Risiko. Das alte Brauhaus hat aber einen unverwechselbaren Charme, eine einzigartige Aura und Radu Rosetti, einer unserer Partner, hatte den richtigen Riecher und hat den Osten als neue Ausgehmeile erkannt.
Ihre Verbindung zum Ostend?
Von 1999 bis 2001 war es für mich mehr oder weniger der Ort, an dem ich mich Tag und Nacht aufgehalten habe. Dort wurde gefeiert, neue Dot.com Firmen wurden gegründet und geschlossen, es war hip in Loft-Büros zu arbeiten... eine Zeit des Aufbruchs und Veränderung.
Ihr persönlicher Kommentar zum Ostend?
Ich komme nicht aus Frankfurt, als Junge aus Hannover, war für mich Frankfurt an sich schon eine aufregende und große Stadt. Das Ostend war der Ort für legale und illegale Partys. Es hat legendäre Bars und Clubs wie die Havanna Bar und das Lofthaus beheimatet und somit einen wesentlichen Teil zur Ausgehkultur in Frankfurt beigetragen.
Ich bin nach vielen Jahren wieder zurück gekehrt an den Ort des Ursprungs und kann behaupten, dass sich das Ostend gemausert hat. Es hat immer noch seinen Rustikalen Charme, aber die Zeit bleibt nicht stehen und es entwickelt sich zu einem lebendigen, lebenswerten Stadtteil, wo es nicht nur Autos gibt.